24 Wohnungen für Menschen mit Handicaps entstehen in der Nordstadt

HNA Artikel vom 29.10.2020 von W. Huck

(c) Wiebke Huck

Ein Platz der Begegnung soll es werden. Das neue Gebäude der Diakonie Christophorus am Christophorusweg in der Göttinger Nordstadt. Der Rohbau steht bereits, am Montag wurde der Grundstein gelegt und das Richtfest gefeiert.

Göttingen – „Wir schaffen an dieser Stelle eine attraktive Wohn- und Lebensumgebung für unsere Bewohner“, sagte Wolfgang Stoffel, Aufsichtsratsvorsitzender, bei einer Feierstunde in dem noch leeren Gebäude, das aber bald mit Leben gefüllt sein soll.

Ein hochmodernes Wohn- und Lebenshaus entsteht in der Göttinger Nordstadt: 24 Menschen mit Handicap, vor allem Kinder und Jugendliche, sollen ab Dezember 2021 in Einzelzimmer-Appartements wohnen. Außerdem wird es in dem dreistöckigen Gebäude Begegnungsräume, Pflegebäder, Gemeinschaftsküchen und Bereiche für Spiel- und Sportmöglichkeiten geben, sowie eine Kreativwerkstatt.

„Wir werden unsere Bewohner hier ganz individuell fördern“, erklärt Pastor Thomas Harms, Vorsteher der Diakonie Christophorus.

„Unsere Bewohner stehen mitten im Leben und mitten in der Stadt“, sagt Harms. Darum möchte sich das Christophorushaus öffnen, sich noch mehr als schon jetzt in das Geschehen in der Stadt integrieren.

Die „grüne Mitte“, eine Parkanlage, die hinter dem Neubau, zwischen Theodor-Heuss-Straße und Robert-Koch-Straße entstehen wird, soll ein Platz der Begegnung werden, der Sinnesgarten mit Wasser und Stein zum Verweilen einladen, wie Sportangebote, Bänke, Blumen und Bäume. „Menschen mit und ohne Einschränkungen werden sich sehen und treffen, Kontakte knüpfen.“ sagt Harms. „Wir wollen kein Anstaltsgelände sein, sondern ein Treffpunkt innerhalb der Stadt. Stationäre Behindertenhilfe weit draußen vor den Stadttoren ist nicht unsere Glaubensauffassung.“ Mitten im Leben sei eben auch räumlich zu verstehen.

Der Entwurf Campus Christophorus 2030 beginne hier und heute und solle auch mit weiteren inklusiven Wohn- und Begegnungsformen weitergeführt werden.

„Jedes Haus hat seine eigene Geschichte, wir sind gespannt auf die, die dieses Haus schreiben wird“, so Wolfgang Stoffel. Seit der Gründung der ersten Einrichtungen in der Behindertenhilfe in Göttingen in den 1960er und 1970er Jahren, habe sich viel verändert. Heilpädagogische Behandlungen, Entwicklungskonzepte in der Tagesförderung und im Wohnbereich hätten sich weiterentwickelt. Mit der Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und gesetzlicher Ramenbedingen habe man beschlossen, dass die Zeit für ein Einzelzimmerkonzept gekommen sei, schilderte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Bereits 2014 hat die Planung des Bauvorhabens begonnen. Die Diakonie Christophorus hatte sich damals für einen Architektenwettbewerb entschieden, aus dem die Firma „bmp Architekten“ aus Göttingen als Sieger hervorgegangen war. Das Besondere am Siegerentwurf waren auch die vorgesehene Dachbegrünung und ein helles offenes Raumkonzept. Von Letzterem konnten sich die Gäste beim Richtfest bereits überzeugen. Außerdem sind E-Lade-Säulen und ein Solarsystem auf dem Gelände vorgesehen.

Den Richtspruch sprach am Montag Bauleiter René Dreßler, die drei kräftigen Hammerschläge führten Oberkirchenrätin Uta Hirschler, Wolfgang Stoffel und Thomas Harms aus. (c) Wiebke Huck, HNA


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